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Ein König, der durch das flache Mittelland der
iberischen Messeta Castellana Richtung Süden ritt, machte Zwischenhalt in einer „Tasca“ (Kneipe) und
bestellte ein Glas „Manzanilla“ (Sherry). Der König sass auf der Terrasse und der Kellner wusste nicht, was
er tun sollte, um den feinsten Sherry aus seinem Sortiment vor dem
staubigen Wind zu schützen. Da er nichts anderes hatte und einen guten Eindruck beim König hinterlassen wollte, schnitt er von einem „Jamón Serrano“ (Rohschinken) eine Scheibe ab, deckte das Glas
damit zu und servierte es so. Dem König schmeckte dies sehr und erzählte
jedem, den er in Adalucia antraf, von dieser praktischen und
zugleich schmackhaften Idee. Bei der Rückreise machte der König in der selben „Tasca“ halt und bestellte ein Glas „Manzanilla“ mit einer „TAPA de Jamón“ (Tapa = Deckel).
So soll das Wort „Tapa“ entstanden sein, doch wie das bei Sagen meistens so ist, herrscht keine Einigkeit über
den genauen Verlauf der Geschichte, doch ein Punkt überschneidet sich immer: Der besagte Schinken
wurde stets als Deckel dazu verwendet einen Sherry oder Wein abzudecken.
Diese Art und Weise, ein Häppchen zu den Getränken zu sich zu nehmen, wurde über Jahrhunderte zu einer
Tradition, die vor allem im südlichen Spanien ihre Wurzeln fand.
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